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Maschinenraum
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Der Firmengründer Dietrich Müller wurde am 26.01.1864 in Zetel geboren und trat 1878 eine vierjährige Ausbildung zum Tischler an. 1882 machte er eine Gesellenwanderung. 1889 begann seine Selbstständigkeit in Neuenburg. Er begann 1901 mit der Reparatur antiker Möbel aus dem Raum Oldenburg/Ostfriesland. In den ersten Jahren wohnte und arbeitete Müller im Mietverhältnis. Er erwarb Ende des 19. Jahrhunderts ein Anwesen in Neuenburg in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs. Als dieses zu klein wurde baute er sich ein eigenes Werkstattgebäude, auch um dort Gesellen beschäftigen zu können. Die hergestellten Möbel wurden in Form von Modellen nach Vorlagen gefertigt und überregional verkauft.

Gesellen und Lehrlinge der Neuenburger Tischlerei - Historische Fotografie
Gesellen und Lehrlinge der Neuenburger Tischlerei
Historische Fotografie

Nach dem ersten Weltkrieg übernahm sein Sohn Wilhelm Müller die Tischlerwerkstatt. Es wurde eine Wohnung im Werkstattgebäude eingerichtet. Der Betrieb wurde ab da an als Kunsttischlerei weitergeführt, in der ausschließlich hochwertige Möbel in Form von Einzelanfertigungen hergestellt wurden.

Die Produktion von Möbeln stellte sich bald darauf, nach dem Zweiten Weltkrieg, als nicht mehr wirtschaftlich heraus und das Geschäft veränderte sich, weg von einem herstellenden Betrieb, hin zu einem handelnden Betrieb. Das war der Grund für den Abbau und die endgültige Stilllegung des Werkstattbetriebes in den 60er Jahren. 1958 machte sich Werner Müller selbstständig und leitete das Möbelgeschäft Dietrich Müller in Neuenburg und eröffnete zwei Filialen in Delmenhorst und Berlin. Zum Schluss arbeitete Wilhelm Müller allein und ging mit 67 Jahren in den Ruhestand. Nach dem Tod Wilhelm Müllers im Jahre 1986 ging das Gebäude in Neuenburg in die Hände des Sohns, Werner Müller, über. Siet diesem Zeitpunkt gibt es dort keinen Betrieb mehr; das Werkstattinterieur wurde jedoch nicht verändert. Im Jahre 2001 wurde das Gebäude schließlich an die Gemeinde Zetel verkauft.